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Trotz vieler Anzeichen, dass die Märkte moderat konsolidieren sollten, schlugen sich internationale Aktien erneut gut und beendeten die vergangene Woche positiv. Deutsche Anleger durften sich über ein Plus von 2,9% beim Dax freuen, auf europäischer Ebene legte der Leitindex EuroStoxx50 um 1,9% zu.
Gute Konjunkturdaten lösten auch in den USA zum Wochenschluss eine Kursrally aus - der Dow Jones stieg auf Wochenbasis um 1,3% und erreichte zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch. Japans Leitbörse ist hingegen erneut an der 17.600-Punkte-Marke gescheitert - somit wurde das Hoch aus dem Jahre
2006 (17.563 Punkte) knapp verfehlt.
An den internationalen Rentenmärkten war in der vergangenen Handelswoche eine Bodenbildung zu beobachten. Zwar weist die Mehrheit der Indikatoren in den USA weiterhin auf eine robuste Konjunktur hin, es lassen sich jedoch erste Anzeichen einer allmählichen Abschwächung ausmachen. Im Euroraum beginnt die konjunkturelle Stimmung langsam zu drehen.
In den USA stand die Sitzung des geldpolitischen Rates der Federal Reserve Bank im Mittelpunkt. Wie erwartet beließ der Offenmarktausschuss das Leitzinsniveau bei 5,25% und hält damit weiterhin an der Zinspause fest. Der Fokus der Marktteilnehmer lag auf der Stellungnahme der Notenbank in der anschließenden Pressekonferenz. Die Einschätzung der Konjunktur änderte sich erwartungsgemäß von einer "Abkühlung" zu einem "kräftigeren Wachstum". Auch die Beurteilung des Immobilienmarktes wurde von "merklicher Abkühlung" auf "erste Anzeichen einer Stabilisierung" abgeändert. Beruhigen ließen sich die Märkte jedoch durch die geänderte Einschätzung der Preisrisiken.
Notenbank-Chef Ben Bernanke deutete an, dass der Inflationsdruck nachlasse.
Die Rentenmärkte werteten dies als Zeichen, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit keine weiteren Zinserhöhungen folgen werden.
Auch die europäischen Rentenmärkte gingen freundlicher aus der Handelswoche.
Dies lag zum einen an den Vorgaben aus den USA, zum anderen an den ersten Anzeichen eines konjunkturellen Umschwungs. Die Chancen für eine Erholung an den Rentenmärkten sind damit gegeben, einem nachhaltigen Renditerückgang steht jedoch die Geldpolitik entgegen. EZB-Präsident Trichet sprach noch am Wochenende von der Möglichkeit einer "steigenden Inflation durch höhere Energiepreise"; somit dürfte kein Zweifel über die zukünftige Zinspolitik der EZB bestehen. Wir gehen von einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf ein Niveau von 3,75% in der kommenden März-Sitzung der EZB aus. Der Bund-Future ging im Wochenvergleich 26 Ticks fester bei 115,26 aus dem Handel. Die Rendite der Zehnjährigen notiert mit 4,06% noch immer deutlich über der 4%-Marke.
Von den Daten der kommenden Woche sind vermutlich keine weiteren Impulse für höhere Anleihenkurse zu erwarten. Zwar werden vor allem die deutschen Daten zur Industrie-produktion, zu den Auftragseingängen und zum Außenhandel den leichten Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität bestätigen, eine nachhaltige Aufhellung der Stimmung an den Bond-märkten ist jedoch erst nach dem Ende des Zinserhöhungszyklus der EZB wahrscheinlich. Notenbank-Präsident Jean-Claude Trichet wird die EZB-Sitzung am kommenden Donnerstag dazu nutzen, die Märkte auf die nächste Erhöhung der Leitzinsen im März vorzubereiten.
Welche Gründe sind es, die den Aktienmarkt beflügeln? Wir hatten letzte Woche auf eine mögliche, moderate Korrektur u.a. mit Blick auf die technischen Indikatoren hingewiesen. Die festzustellende erhöhte Volatilität ist i.d.R. ein Zeichen für die Anfälligkeit der Kapitalmärkte - und dennoch:
eine Korrektur nach dem seit Sommer 2006 anhaltenden Kursanstieg war (noch) nicht festzustellen.
Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
Ihre
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