Heizen und Sparen
Alte Heizungen kosten, wie jeder weiß, viel Geld. Doch auch wenn keine neue Heizungsanlage in Sicht ist, lassen sich Kosten einsparen. Dieser Artikel zeigt wie!
Die wichtigsten Punkte um Energieverluste möglichst gering zu halten sind:
- Dichte Fenster
- Eine gute Wärmedämmung
- Gezielte Absenkung der Raumtemperatur um ca. 1 Grad Celsius
- Nicht abgedeckte oder verstellt Heizkörper
- Richtiges Lüften
Außerdem sollten Heizkörper regelmäßig entlüftet werden. Das kann über das Entlüftungsventil leicht selber gemacht werden und erhöht die Heizleistung der Anlage.
Der Betriebsdruck der Anlage muss regelmäßig kontrolliert werden, eine Heizung die im Kreislauf zu wenig Wasser führt, arbeitet unwirtschaftlich und dadurch zu kostenintensiv.
Die Heiztemperatur sollte 60 Grad Celsius nicht überschreiten; das ist nicht nur Verschwendung wertvoller Energie, sondern trägt auch noch zum schnelleren Verkalken der Anlage bei.
Bestehende Anlagen effizienter machen.
Um bestehende Anlagen effizienter zu machen, hier ist in der Regel die Hilfe eines kompetenten Fachmannes nötig. Dieser sammelt zunächst mit Hilfe eines Laptops und Spezialsoftware alle verfügbaren Daten der Anlage, welche als Grundlage für die Optimierung herangezogen werden. Danach stellt er sicher, dass der „hydraulische Abgleich“ für alle Heizkörper optimal eingestellt ist, das bedeutet, dass jeder Heizkörper genau die Menge Wasser erhält, die er für eine optimale Heizleistung benötigt. Durch diese Maßnahme kann auch die Temperatur des Heizwassers in den meisten Fällen gesenkt werden.
Damit die Sache mit dem „hydraulischen Abgleich“ auch funktioniert, müssen die Heizkörper mit geeigneten Thermostatventilen ausgerüstet werden. Diese stellen sicher, dass immer die richtige Heizwassermenge in die Heizung gepumpt wird.
Da alte Umwälzpumpen nur den Zustand „Ein“ oder „aus“ kennen, sollten auch diese gegen eine neue, drehzahlgeregelte Pumpe ersetzt werden. Diese erkennen, wann ein Heizkörper zu- oder aufgedreht wurde und regeln dementsprechend die Leistung. Kosten hierfür liegen bei ca. 300 bis 400 €, die sich in gut drei Jahren amortisiert haben.
Der Brenner, das Herzstück der Anlage, sollte mit möglichst feinen Düsen ausgestattet werden, die kleinere Ölmengen im Brennraum verteilen und so bares Geld sparen. Der Brenner sollte möglichst durchgehend laufen, denn jeder Startvorgang erhöht den Verbrauch!
Sparen lässt sich auch durch einen Witterungsfühler. Dieser wird im Außenbereich angebracht und liefert der Heizungsanlage ständig die aktuelle Außentemperatur. Anhand dieser Daten wird die Heizleistung geregelt, weniger, wenn es draußen warm ist, mehr, wenn es kälter wird. Der Nachbau ist mit ca. 600 € aber recht kostspielig.
Ob die nächtliche Absenkung der Heizleistung immer Sinn macht, darüber scheiden sich die Geister. In einem Neubau, dessen Wände in der Regel optimal gedämmt sind, macht die Nachtabsenkung in jedem Fall Sinn. In Altbauten, mit schlecht gedämmten Wänden, könnte es jedoch sein, dass des Nachts die Wände zu stark auskühlen und es morgens viel Zeit und Heizenergie kostet, die Räume wieder zu erwärmen. Der Rat vom Fachmann sollte im Zweifel auf jeden Fall eingeholt werden.
Egal wie heiß es auch sein mag, alte Kessel heizen ständig auf Maximaltemperatur – auch wenn gar kein heißes Wasser benötigt wird. Hier hilft es, einfach mal den Wasserspeicher abzuschalten - das Wasser im Speicher bleibt trotzdem längere Zeit warm.
Die beste Möglichkeit zu sparen wäre natürlich eine komplette Modernisierung. Aber die hohen Kosten rechnen sich erst nach vielen Jahren. Die kleinen Optimierungen an der bestehenden Heizung helfen schon kurzfristig Energie zu sparen und den Geldbeutel zu schonen.
Über weitere Anregungen zu diesem Thema würden wir uns sehr freuen. Bitte teilen Sie uns diese per E-Mail mit.
