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Fliesen geben Badezimmer Charakter

Das moderne Bad besticht durch Individualität und nicht durch Uniformität. "Heute werden einzelne Bereiche betont gegeneinander abgegrenzt. So entstehen verschobene Höhen, die eine Atmosphäre von Lebendigkeit schaffen". Dort, wo Spritzwasser die Wand erreichen könnte, über dem Waschbecken und der Wanne, in der Dusche und eventuell rund ums WC sind Fliesen das Material der Wahl. An den übrigen Wandflächen kommen vor allem Putz, aber auch Holzverkleidungen oder gar Lehm zum Einsatz.

Trendfarbe ist aufgepepptes Weiß
Die unangefochtene Trendfarbe im Bad ist Weiß. Doch das wartet darauf, mit Farbtupfern aufgepeppt zu werden - zum Beispiel mit Bordüren oder ihren dreidimensionalen Verwandten, den Listelli. Die schmalen, rechteckigen Fliesen wurden ursprünglich vor allem wie ein Band im oberen Bereich einer verfliesten Wand verlegt, um die Höhe des Raumes abzusetzen. Inzwischen werden sie verstärkt zu geometrischen Mustern zusammengefügt und auch im Bodenbereich verwendet.

Mit Farbe spielen
Wohnlichkeit - das heißt auch: freundliche Farben.
Ob anregendes Rot oder Orange, beruhigendes Blau oder heiteres Gelb, ist wiederum reine Geschmackssache. Allerdings: Kräftige Farben lassen einen Raum leicht kleiner erscheinen. Außerdem sieht man sich schnell an ihnen satt. "Weiß krallt sich beharrlich in den Badezimmern fest. Derzeit wird es sehr gerne mit hellem blau oder hellem grün kombiniert", erläutert der Innenarchitekt. Seiner Meinung nach werden auch die kommenden Jahre im Zeichen frühlingshafter, verspielter und leichter Pastelltöne stehen.

Vor allem an den Wänden lässt sich wunderbar mit Farben spielen: Bordüren oder einzelne Dekorfliesen setzen Akzente, Glasmosaiksteine schaffen bezaubernde Lichtspiele. Dabei spielen Fliesen heute eine geringere Rolle als noch vor wenigen Jahren: tür- oder gar deckenhohe Fliesenspiegel sind out, gespachtelte Wände sind in. Nur dort, wo tatsächlich ein Spritzschutz benötigt wird, also in der Dusche, über Wanne und Waschtisch, wird gefliest. Eine verputzte Wand lässt sich wunderbar individuell farblich gestalten. "Ein Kalkputz hat außerdem praktische Vorteile", erklärt Albrecht Walter, energetischer Architekt aus Hamburg. "Wasserdampf zieht zunächst in die Oberfläche ein und wird im Laufe der folgenden Stunden wieder abgegeben.

Der Spiegel beschlägt nicht, die Schimmelgefahr ist deutlich verringert." Ob rustikal mit einer rau gespachtelten Oberfläche oder geschliffen, so dass die Wand an Marmor erinnert - mit Putz lässt sich einiges machen.

Temperatur muss stimmen
Doch so schön ein Bad auch gestaltet ist - richtig zum Wohlfühlen ist es nur, wenn auch die Temperatur stimmt. "Die Fußbodenheizung hat einen sehr hohen Stellenwert. Da eine Warmwasser-Fußbodenheizung relativ langsam reagiert, wird sie oft mit einer Elektro-Dünnbettheizung kombiniert. Sie wird dann separat über einen Thermostat geregelt und sorgt für angenehm warme Füße", so Innenarchitekt Schnur.

Ein Muss ist außerdem eine Wandheizung, am besten eine, auf der die Handtücher mollig vorgewärmt werden können.

Schöne Ideen zur Badgestaltung gibt es übrigens nicht nur in exklusiven Wohnzeitschriften: Längst haben sich Sanitär- und Fliesenhändler auf den Wohlfühltrend eingestellt. Sie präsentieren in ihren Badausstellungen nicht nur aneinander gereihte Sanitärobjekte, sondern schaffen Ambiente.

   
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Overhage
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Fliesen Rückert
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