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Schattenpflanzen

In jedem Garten gibt es schattige Plätzchen, die man etwas aufhellen möchte. Leider gedeihen an diesen Stellen oft nicht die Blumen, Stauden und Grünpflanzen, die man gerne dort haben möchte. Also heißt es eine Auswahl an Pflanzen zu treffen, die ohne direkte Sonne klarkommen.

Wenn man sich erst mal damit beschäftigt, fällt auf, dass es doch eine große Anzahl von blühenden Blumen und Stauden gibt, die sich im Schatten oder Halbschatten wohlfühlen.

Zu nennen sind hier besonders alle Sorten von Farnen. Die lieben es schattig und feucht. Eine Gruppe großer Wurmfarne im Hintergrund und davor gelber niedrig wachsender Frauenmantel, dazwischen einige Sterndolden, deren zarte weiße Blütenstände über dem Frauenmantel zu schweben scheinen, ergeben ein wunderschönes Bild.

Wenn ein größerer freier Platz zur Verfügung steht, der mit der Zeit zuwachsen soll, ist die Bergenie mit ihren großen Blättern geeignet, denn sie ist eine echte Schattenpflanze. Ab April treibt sie dicke rosa Blüten, die auf einem langen Stiel sitzen.

Weiterhin sind alle Sorten der Funkien, die gelb/weißgestreifte und grünblättrige Funkie, das Hasenglöckchen (giftig) eine Zwiebelpflanze, die im zeitigen Frühjahr ihre blauen Glöckchen zeigt, als Unterpflanzung für Goldregen (giftig) sehr apart. Mit Kleinkindern im Garten sollte man vorsichtig sein mit der Bepflanzung von giftigen Pflanzen. Oft sind es die Wurzeln oder die Blätter, beim Goldregen sind es die nach der Blüte entstehenden Samenschoten.

Weißrandige Funkien sind gut mit weißem Eisenhutblättrigem Hahnenfuß (giftig) zu kombinieren, seine weißen Blüten erinnern an Erdbeerblüten und die Blätter an den Eisenhut. Der ist übrigens eine der giftigsten Pflanzen überhaupt, er ist hochgiftig in allen Teilen, sowohl die Blüten, Stängel und auch die Wurzeln, also Vorsicht! Bei Vergiftung mit Eisenhut sofort einen Notarzt konsultieren oder gleich ins nächste Krankenhaus fahren. Bis der Arzt eintrifft den Patienten zum Erbrechen bringen.

Astilben oder auch Prachtspieren genannt mit ihren rosa, roten oder weißen aufrecht stehenden Rispen bringen Wärme und Fröhlichkeit in einen Schattenplatz. Die Astilben fühlen sich in der Nähe von Farnen, Funkien und Taglilien (mehrjährig, wachsen meist in Horsten) wohl. Sie brauchen einen feuchten Boden, als Staudenpflanze ist die Astilbe winterhart.

Dann natürlich die beliebten Schneeglöckchen, blauen Veilchen, Anemonen, Schlüsselblumen, Schachbrettblumen, Scilla, Waldgedenkemein. Dies sind alles Frühjahrsblüher, die einen schönen Übergang zu den im Sommer blühenden Stauden bilden. Besonders hübsch sehen sie zwischen einem Pflanzteppich von Efeu oder Immergrün aus.

In einen sauren Boden kann man die Schneeheide pflanzen, die im Winter die grünen Blättchen behält, und dann im Frühjahr mit schönen weißen glöckchenartigen Rispen glänzt. Des Weiteren natürlich auch Rhododendren und Azaleen für halbschattige Plätze.

Mahonien mit ihren schönen, gelben Rispen sind Sträucher, die bereits im zeitigen Frühjahr ihre Blütenstände ansetzen, um dann bis Mitte/Ende April voll aufzublühen. Die Blüten verströmen einen zarten Duft. Danach werden blaue Beeren ausgebildet, die gern von den Vögeln vernascht werden. Deshalb sollte man die Mahonien nicht stutzen, jedoch kann ihr oft unregelmäßiger Wuchs durch einen Begleitschnitt eingedämmt werden.

An blühenden Büschen sind noch die Hortensien in vielen verschiedenen Farben zu nennen. Sie brauchen einen kalkhaltigen Boden. Auch der Schneeball gedeiht im Schatten recht gut.

Die Waldrebe oder Clematis ist natürlich ebenfalls eine Schattenpflanze, sie tut es jedoch besonders gut im Halbschatten. Hier ist die kleinblütige Clematis alpina mit ihren unzähligen blauen Glöckchen ein echter und dankbarer Hingucker. Alle Clematispflanzen brauchen einen sauren Boden. Ursprünglich wuchsen sie in den Wäldern an Bäumen bis zu einer Höhe von mehreren Metern. Durch Veredelung ist die Clematis eine dankbar blühende und herrlich farbige Gartenpflanze geworden.

 
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