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Sommerblumen selbst ziehen

Einjährige Sommerblumen selbst vorziehen ist keine Kunst. Soll es gelingen, gilt es jedoch einige Dinge zu beachten.

Man unterscheidet zuerst zwischen Blumen, die schon früh ins Freiland gesät werden können und solche, die auf der Fensterbank, im warmen Frühbeet oder im Treibhaus, falls vorhanden, vorgezogen werden. Steht auf den Saattütchen.

Die Aussaat in Saatgefäße bzw. ins Frühbeet muss mit großer Sorgfalt ausgeführt werden. Hauptaugenmerk ist auf die Erde zu richten. Heute gibt es im Fachhandel Anzuchterde, die bereits so präpariert ist, dass sie den Bedürfnissen der Samen und der sich daraus entwickelnden zarten Pflänzchen gerecht werden.

Ein geeignetes Aussaatgefäß wird benötigt, auch diese gibt es im Fachhandel. Es kann ein größeres flaches Gefäß aus Plastik sein mit einer Einteilung für jedes Pflänzchen und versehen mit einem Abzugsloch. Denn stehendes Wasser ist tödlich für die Samen. Rasch entwickelt sich nämlich Schimmel. 

Nun kommt die Erde in das Pflanzgefäß. Die Samen werden nach den Angaben auf den Saattütchen in die Erde gelegt, man sollte die Samen nicht zu dicht säen, sonst hat man später Schwierigkeiten mit dem Pikieren (vereinzeln der Pflänzchen, sobald sie zwei Blättchen haben) Je nach Typus wird der Samen auf die Erde gelegt, oder auch mit etwas Erde leicht bedeckt. Sehr feines Saatgut kann mit etwas Sand vermischt werden, dann kann es gleichmäßiger ausgebracht werden. Zur besseren Haftung der Samen kann man mit dem Finger die Samenreihe leicht andrücken.

Bei einer Temperatur von ca. 18 - 20 Grad, also Zimmertemperatur und am Fenster, also Licht, ohne direkte Sonnenbestrahlung, werden die Pflanzen, meist einjährige oder zweijährig Sommerblumen, gezogen. Man kann auch eine Abdeckung aus Plastik, Glas etc. über die Saatschale legen. Muss jedoch für ausreichende Belüftung sorgen. Durch die Abdeckung hält sich die Feuchtigkeit besser.

Vergessen Sie nicht das Saatgut mit einem Etikett zu versehen, sonst wissen Sie nach Auflaufen der Pflanzen nicht mehr, was Ihnen da so entgegen wächst. Also am besten Pappkärtchen mit dem Namen beschriften und am Anfang und Ende der Samenreihe einstecken.

Wenn die Pflänzchen zwei Keimblätter ausgebildet haben, sollte man sie vereinzeln, das nennt man auch pikieren, d.h. die Pflänzchen werden ganz zart herausgezogen oder mit einem kleinen Stab in die Höhe gehoben und dann in ein mit Erde vorbereitetes Pflanzgefäß gesetzt. Ganz hervorragend geeignet sind Torfbecher, die es im Fachhandel in allen Größen gibt. Mit Anzuchterde gefüllt, können die Pflänzchen darin nun groß werden und man pflanzt sie direkt mit dem Torfbecher ins Freiland (bei Sommerblumen nach den Nachtfrösten, was oft erst Mitte bis Ende Mai der Fall ist).

Die Wurzeln können, wenn sie zu lang sind vorsichtig ein wenig eingekürzt werden. Allerdings werden die feinen Haarwurzeln schon dadurch, dass sie aus der Kiste genommen werden angerissen und so zu Wachstum angeregt. Sollten faule Stellen an der Pflanze vorhanden sein, sollten die Pflanzen abgeknickt sein oder sollte eine andere Beschädigung festzustellen sein, muss diese entweder beseitigt werden, oder das Pflänzchen wird nicht verwendet.

Zunächst wird mit dem Pikierholz ein genügend großes Loch gemacht. Das Pflänzchen wird in das Loch “eingelassen”. Aber vorsichtig, dass nicht Wurzeln oder Triebe abgeknickt werden. Danach wird die Erde leicht angedrückt. Vorsichtig wässern. Und wieder ans Licht stellen. Die Erde darf nie austrocknen, sie darf aber auch nicht zu feucht sein. Die Pflanzen sollen nicht „schiessen“, d.h. sie sollten nicht zu rasch in die Höhe wachsen, sonst fallen sie um und verlieren ihre Standfestigkeit.

Wenn die Nachtfröste vorbei sind, können die Pflanzen an die Stellen im Blumenbeet gepflanzt werden, wo sie die Lücken zwischen den Stauden füllen können. Auch ist hier auf die Farbgestaltung zu achten.

 
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