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BonsaiDas japanische Wort Bonsai kommt aus dem chinesischen Begriff Penjing und heißt „Landschaft in der Schale“. Ungefähr 200 vor Christus wurden bereits in der chinesischen Gartenkunst Bäume in kleine Schalen oder Kübel gepflanzt und kultiviert. Bonsaigewächse werden aus Sämlingen oder Jungpflanzen aus meist heimischen Bäumen gezogen, da sie dem Standort entsprechend auch gepflegt werden müssen. Es macht keinen Sinn, einen exotischen Baum als Bonsai zu züchten, dem dann im Außenbereich d. h. im Garten oder im kalten Wintergarten, Wärme und Feuchtigkeit seiner ursprünglichen Bedürfnissen entsprechend, nicht gewährleistet ist. Die Zucht sollte jedoch nur dann begonnen werden, wenn man sich intensiv mit der Sache auseinandersetzt. Sie ist langwierig und pflegeintensiv. Somit unterscheiden wir zwischen Bonsai, die von Bäumen stammen, die ganzjährig im Freien gedeihen wie z.B. Buchen, Eichen, Birken, Kiefern, Wachholder etc., somit auch winterhart sind, sogenannte Outdoor Bonsai und solchen, die in Innenräumen stehen müssen, aufgrund ihrer Herkunft aus exotischen Ländern stammen, sogenannte Indoor Bonsai. Letztere benötigen sehr viel Licht, eine ständige Temperatur von mindestens 16 Grad und eine 50%-ige Luftfeuchtigkeit. Dies ist in einem normalen Wohnraum nicht aufrechtzuerhalten, so dass ein Besprühen mit einem Wasserzerstäuber Sinn macht, jedoch muss dabei eine direkte Sonneneinstrahlung verhindert werden. Hier auch Vorsicht, Schimmel- oder Pilzbefall drohen aufgrund der Wärme im Zusammenhang mit Feuchtigkeit. Alle Bonsai-Bäume lieben es, nicht ständig in einem warmen Raum zu stehen. Im Sommer sollten die Bäumchen in den Garten oder auf den Balkon gestellt werden und erst Anfang des Winters wieder ins Haus. Pflege der BonsaiGießen:Der Wurzelballen darf nie austrocknen! Da wenig Raum für die Wurzeln zur Verfügung steht, sollte man täglich kontrollieren, ob die Feuchtigkeit noch ausreichend ist. Bonsai, die im Freien stehen trocknen durch Wind und Sonneneinstrahlung rascher aus, als solche, die in einem Innenraum untergebracht sind. Am besten werden die Bonsai in ein Kiesbett gesetzt mit einer Spezial-Bonsai-Erde, somit kann ein zuviel an Flüssigkeit ablaufen und die Wurzeln können nicht verfaulen. Anzeichen für zuviel Feuchtigkeit sind welke Blätter und trockene Zweige. Düngen:Nur im Sommer, ca. alle zwei Wochen mit einem Spezial-Bonsai-Dünger, erhältlich in allen guten Fachgeschäften. Gestaltung:Es gibt vielerlei unterschiedliche Gestaltungsformen für Bonsai. Sie sollten jedoch dem natürlichen Aussehen der großen Bäume nachempfunden sein. Der Stamm soll eine gute Ausdruckskraft haben, eventuell Schräglage. Ein gerade hochgewachsener Stamm wirkt langweilig. Einen dicken Stamm erhält man indem der Baum nicht zu früh beschnitten wird. Je mehr Grün, desto dicker der Stamm. Auch im Wurzelbereich sollte der Zuwachs nicht zu früh entfernt werden. Eine gute Verzweigung erhält man indem die Pfahlwurzel, die vom Stamm nach unten verläuft, entfernt wird. Dadurch werden die Seitenwurzeln stärker und versorgen den Stamm optimal. Bei einem gekauften Bonsai ist der Stamm bereits ausgeprägt und kann nicht mehr verformt werden, sodass hier die o.g. Empfehlungen entfallen. Schnitt:Zu lang gewordene Zweige, eventuell auch aus Lichtmangel, müssen regelmäßig wieder in Form geschnitten werden. Wie oft das geschehen soll hängt von der Wuchskraft des Bonsai ab. Im Frühsommer werden die Blätter geschnitten, das hat den Vorteil, dass wieder neue und kleinere Blätter nachwachsen. Zweige können eingekürzt werden oder mit Aluminiumdrähten in Form gezwungen werden. Die Drähte bleiben eine Wachstumsperiode an den Zweigen. Meistens von Frühjahr bis Herbst. Dann werden sie behutsam entfernt. Am besten indem man mit einer Zange Stück für Stück abzwickt, damit die Form der Äste erhalten bleibt und sie nicht durch Abwickeln der Drähte wieder aufgedröselt werden. Am Schluss sei noch gesagt, dass man Bonsai wirklich nur im Fachgeschäft kaufen sollte, dort erhält man gute Tipps für die Pflege. Allerdings sind diese Bonsai teurer als solche aus dem Baumarkt. Jedoch erfreuen sie den Besitzer auch länger und Rat kann man im Fachgeschäft immer wieder einholen. |
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